Lebensmittel einkaufen im Unverpacktladen

Unverpacktladen

Für alle, die sich für das Thema „plastikfreies Einkaufen“ interessieren, sich aber bisher nicht wirklich ran getraut haben. Oder diejenigen, die davon noch nie gehört haben: Wir laden dich ein, uns visuell bei unserem Einkauf zu begleiten.

Was kann man in einem sog. UVL (Unverpacktladen) alles einkaufen?

Das hängt ganz stark mit der Philosophie des Ladenbetreibers zusammen. Oftmals sind es aber regionale Produkte oder zumindest Produkte, die mit den kürzesten Transportwegen auskommen. Es gibt Läden, die Bio-Ware anbietet, es gibt aber auch Nicht-Bio Qualität. Das Sortiment variiert also stark, von einem zum nächsten UVL.

Grob gesagt vertreiben diese Läden mindestens trockene Lebensmittel, wie z.B. Nudeln, Reis, Hülsenfrüchten, Getreide, Trockenfrüchte, Müsli, Nüsse, Gewürze, Kaffee, Tee, etc aber auch Öle und Essig UND Knabbereien 😉

Das Sortiment kann -wie beispielsweise im Unverpacktladen in Wahlscheid- um Haushaltswaren, Reinigungs- und Körperpflegeprodukte ausgeweitet sein. Verschiedene Läden bieten auch frische Ware wie Obst, Gemüse und Molkereiprodukte an. Da kannst du also einfach schauen, was für dich persönlich wichtig ist und probierst den ein oder anderen Laden gerne aus. D.h. Sofern es in deinem Umkreis eine Auswahl an Wasteless-Läden gibt….

Die Erreichbarkeit

Noch sind die UVL gerade im ländlichen Raum- leider sehr rar gesäht. Aber die Nachfrage wächst und lässt zurzeit den ein oder anderen neuen Laden eröffnen. 

Wie werden die UVL selbst beliefert?

Die meisten Waren werden in 25kg Lebensmittel-Säcken aus Papier geliefert. 

Bei Nüssen sind es oftmals noch Plastiksäcke, da dies die Haltbarkeit vergrößert. Viele Händler bemühen sich aber dort künftig eine andere Möglichkeit anbieten zu können.

Eines ist aber klar, viele Menschen, die sich zusammenschließen und im Unverpacktladen einkaufen, können gemeinsam jede Menge Verpackungsmüll sparen!

Die Lebensmittel-Preise orientieren sich sehr nahe an den Lebensmittelpreisen aus gewöhnlichen (Super-)Märkten.Wer schon im Biomarkt einkauft, wird kaum einen Kosten-Unterschied erkennen können. Wir haben dafür u.a. Preise von Nudeln, Linsen, Reis, Rosinen und Cranberrys verglichen.

Wenn man jedoch die Großverpackungen aus dem Discounter zum Vergleich heranzieht, muss man ein weniger tiefer in die Tasche greifen. 

Lebensmittel in Massen statt in Maßen leider umhüllt von einem Berg an Plastik sind billiger als die unverpackte Variante in den kleinen Lädchen. Na klar, die Bio-Qualität will bezahlt werden!

Ein Beispiel aus unserem Einkauf im Unverpacktladen

Ich verdeutliche euch das ganze an unserem letzten Einkauf im Unverpacktladen. Gekauft haben wir:

  • 4,5l Hafermilch
  • 190g Backkakao
  • 600g Haferflocken
  • 270g Datteln
  • 22g Oregano
  • 300g Joghurt-Himbeeren 
  • 480g Cranberries
  • 400g Belugalinsen
  • 340g Haselnusskerne
  • 590g Kaffee säurefrei
  • 2 Holz-Zahnbürsten
  • 500g Rosinen
  • 260g Bananenchips
  • 90g Pfeffer schwarz

Gezahlt haben wir im Unverpacktladen ~ 80€

Für eine vergleichsweise ähnliche Mengen mit ebenfalls ausgewiesener Bio-Qualität hätten wir im Rewe 7,80€ weniger bezahlen müssen.

Für weniger als 10€ mehr haben wir uns also (Mikro-)plastikfreie Lebensmittel kaufen können. Nebenbei konnten wir unsere Entsorgungskosten auf diese Weise und ein paar weitere Kniffe erheblich minimieren.

Was muss ich vor meinem ersten Besuch im UVL beachten?

Planung ist das A und O. 

1.)  Eine Einkaufsliste ist hilfreich. Damit du beim ersten Einkauf nicht vor lauter Ereignis die Hälfte deiner Einkäufe vergisst.

2.) Für jedes Produkt, das du kaufen möchtest, benötigst du einen Behälter oder eine Baumwolltasche. Die Behälter müssen übrigens nicht zwingend leer sein. 

3.) Einen Reservebehälter einzustecken ist von Vorteil, wenn du Sachen spontan kaufen möchtest, die vorher nicht eingeplant waren. 

4.) Wenn du von alledem nichts dabei hast, kannst du aber trotzdem dort einkaufen. Die meisten Läden bieten auch Behälter zum Verkauf oder zur Leihe an. Und in unserem Unverpacktladen gibt es sogar eine Kiste mit Gläsern „von Kunden – für Kunden“. Dort können Kunden alte saubere Gläser, die sie nicht mehr benötigen, hinterlassen für Kunden, die wie auch ich manchmal zu wenige Behälter dabei haben.

Mein Einkaufskorb sieht vor dem Einkauf in etwa so aus:

5.) Bevor du im Laden jetzt fleißig anfängst, die Gläser zu füllen, wiegst du die Behälter auf der dortigen Waage ab und schreibst das Gewicht gut leserlich auf den Behälter. 

6.) Jetzt gehts zum spannenden Teil. Du kannst deine Behälter nach Herzenslust befüllen. Trichter helfen dabei, Schüttunfälle zu verhindern. ? Die gibt es aber vor Ort.

7.) Die gefüllten Behälter werden nun an der Kasse erneut abgewogen und entsprechend berechnet. 

Jetzt ist dein erster Einkauf im UNVERPACKTLADEN schon geschafft.  So schwer ist es gar nicht gewesen, oder?

Probiert es ruhig mal aus. Oder gibt es bereits Erfahrungen, die ihr schon gemacht habt?  Was sind eure größten Herausforderungen? ? ⚖️ ?  Teilt uns Eure Erfahrungen und Herausforderungn doch in der Kommentarfunktion oder auf Instagram oder Facebook

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Von Franziska

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